Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

FAQ Mobilfunk

Wo bekomme ich strahlenarme Smartphones?

Die Datenbank des unabhängigen EMF-Instituts Dr. Niessen liefert aktuelle Informationen. Wegen klarer Auszeichnungskriterien auch zu weiteren Vorteilen zu Umwelt und Gesundheit am empfehlenswertesten sind die mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichneten Smartphones. Sind Schnurlostelefone mit  „Blauem Engel“ inzwischen fast überall problemlos erhältlich, müssen die Händler der Smartphones des einen Herstellers, der die Auszeichnung erfolgreich beantragte, noch aufwändig über die Händlersuche gefunden werden (Stand: Feburuar 2017):

Anleitung: Auf der „Blauen Engel“-Seite nach unten scrollen und das Produkt anklicken. Es geht eine neue Seite auf. Im rechten Kasten „Produktinformationen“ auf Händlersuche klicken. In der nun geöffneten Seite nach unten scrollen bis Our Partners, Land auswählen. Immerhin erscheinen nun direkte Links zu den Blauer-Engel-Geräten in den Shops.

 

Welchen Abstand soll der Mobilfunkmast von den Wohnhäusern haben?

Ein allgemeingültiger Mindestabstand bzw. Mindestentfernung für den Sendemast oder die Mobilfunkantenne zur Wohnbebauung kann wegen den örtlich sehr unterschiedlichen Bedingungen nicht angegeben werden. Der Abstand zur Mobilfunkantenne bzw. zum Sendemast hängt somit vom Einzelfall ab. Neben der waagerechten Entfernung ist auch die Höhendifferenz maßgeblich für die Strahlung, die auf das Haus einwirkt. Weitere Informationen siehe Startseite und Sandortwahl/Gutachten.

 

Wo sind die Mobilfunkstandorte?

  • Die Bundesnetzagentur bietet für den Raum Deutschland eine zoombare Karte mit Abfragemöglichkeit, ohne Angabe des Betreibers an. Schwächer strahlende Standorte wie z.B. viele Mikrozellen sind nicht enthalten
  • Der Mobilfunkbetreiber Telefónica (E-Plus und O₂) bietet eine zoombare Karte mit ihren Standorten an. Nach Eingabe einer Adresse und Anklicken des Kästchens Basisstationen erscheinen in der näheren Umgebung der eingegebenen Adresse blaue Luftballons, welche die Lage der Standorte kennzeichnen. Die Telekom und Vodafone konnten sich zu vergleichbarer Transparenz noch nicht entschließen
  • Auch in der Schweiz, in Österreich, Luxemburg und in Frankreich existieren öffentlich zugängliche Standort-Kataster. Anmerkung: Bei der Karte für Luxemburg müssen unter "Cadastre GSM" erst die Häkchen in den grünen Quadraten aktiviert werden. Für Südtirol existiert eine private Webseite.

Antennentypen, wie sie für den Mobilfunk verwendet werden. Die oberen und mittleren Antennen sorgen für den Kontakt mit dem Mobiltelefon. Die Schüsseln dienen der netzinternen Kommunikation.Antennentypen, wie sie für den Mobilfunk verwendet werden. Die oberen und mittleren Antennen sorgen für den Kontakt mit dem Mobiltelefon. Die Schüsseln dienen der netzinternen Kommunikation.

Kann man den Mobilfunk-Antennen klassischer Standorte ansehen, wie stark sie strahlen?

Nein. Auch die Anzahl der Antennen sagt wenig über das Ausmaß der Strahlenbelastung aus: Wurden früher für eine Funkzelle bis zu drei Antennen benötigt, gibt es heutzutage Mehrbandantennen, über die bis zu sechs verschiedenen Funkzellen geführt werden können. Die zwei gängigen Antennentypen (die seltener werdende Rundstrahlantenne und die gängige Sektorantenne) sind im Bild dargestellt. Eine indirekte Aussage zur maximal genehmigten Abstrahlleistung eines Standorts kann der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur entnommen werden. Angegeben sind die genehmigten Einzelwerte je Funksystem in Tabellenform.

Der Sicherheitsabstand gibt den Abstand in m an, ab dem der in Deutschland gültige Grenzwert unterschritten wird. Eine summarische Aussage gibt der „standortbezogene Sicherheitsabstand“, der am Tabellenfuß angeklickt werden kann. Je größer dieser, desto größer die Gesamtleistung.

 

Wie ist die Strahlenbelastung durch Small Cells zu bewerten?

Small Cells gehören seit etwa der Jahrtausendwende zum Repertoire der Mobilfunknetze. Kleine Antennen auf Litfaß-Säulen, Telefonzellen, an Hausfassaden in Fußgängerzonen, in Bahnhöfen und anderen stärker frequentierten Innenräumen ergänzen die klassischen Mobilfunkstandorte auf Hausdächern oder Funktürmen. Mit einer Reichweite von rund 50 bis 150 m versorgen sie kleine, stark frequentierte Bereiche hoher Mobilfunknutzung mit vergleichsweise geringen Sendeleistungen.
 
Pro übertragene Datenmenge wird aufgrund der deutlich geringeren Signalverluste auf dem kürzeren und direkteren Weg zwischen Sender und Empfänger wesentlich weniger Elektrosmog erzeugt. Die EIRP-Sendeleistungen von Small Cells liegen in der Regel um zwei bis vier Größenordnungen unter denen von klassischen Dach- und Maststandorten. Aus Sicht der Immissionsminimierung und effizienten Mobilfunkversorgung sind Small Cells mit Sendeleistungen von unter 10 W EIRP zu begrüßen.

Angesichts der laufend steigenden Datenvolumina beim Mobilfunk kann mit Small Cells z.B. in der Innenstadt der Zubau von Dach- und Maststandorten vermieden oder zeitlich hinausgeschoben werden.

Die Antennen von Small Cells sind zumeist kleiner als eine Schuhschachtel. Manchmal sind sie als graue Kästen ausgeführt, sie können aber auch z.B. in Leuchtreklamen verborgen sein.

 

Welche Auswirkungen hat das Internet der Dinge (IoT)?

Das Internet der Dinge wird zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine (z.B. Smart-Home: Fernablesung und Fernsteuerung von Haushaltsgeräten) oder Maschine zu Maschine (z.B. Fernablesung von Stromzählern, Datenabgriff aus Fahrzeugen oder Ablesen der Füllstände von Mülleimern) eingesetzt. Damit dieses überall funktioniert, ist ein lückenlos ausgebautes Datennetz erforderlich, dh Datenverbindungen müssen an allen Stellen, an denen Endgeräte stehen, funktionieren.

Narrowband-IoT über Funk erreicht auch tiefer- bzw. weiter innen gelegene Innenräume.

Auch Mobilfunk-Netze werden für IoT genutzt. Damit diese inbesondere im Gebäudeinneren an mehr Stellen als bisher funktionieren, müssen sie durch zusätzliche Mobilfunkstandorte verdichtet werden. Dies lässt die durchschnittliche Strahlenbelastung deutlich ansteigen. Single RAN-Technik bei den bestehenden und neu hinzukommenden Standorten ermöglicht es, die verschiedenen Frequenzbereiche und Funkdienste effizient nach Bedarf in fließendem Übergang zu nutzen, dh Sprache, Narrowband-IoT und mobile breitbandige Daten.

Jedes zusätzliche Funknetz bzw. jede Verstärkung bestehender Funknetze zur Verbesserung der Flächendeckung verursacht zusätzliche Strahlenbelastungen. Parallel betriebene Netze für IoT machen technisch nur Sinn, wenn sie redundant sind, dh bei Ausfall eines Netzes ein anderes Netz einspringen kann. Manche Netzbetreiber, wie zB. die Stadtwerke München setzen in Punkto Netzqualität und Strahlenminimierung Zeichen: Sie nutzen IoT über Glasfasernetze und benötigen für das Ablesen der Stromzähler dort keinen Funk.

 

Wieso werden für die neue Mobilfunk-Generation 5G neue Standorte benötigt?

Viele der neuen Anwendungen benötigen an den unterschiedlichsten Orten mobiles Internet. Telefonieren kann man inzwischen fast überall. Die mobile Breitbandversorgung stellt jedoch höhere Ansprüche an die Position der Mobilfunk-Standorte als die Telefonie und weist örtlich auch mit den aktuellen Standards 3G und 4G größere Lücken auf. Diese Lücken erkennen Smartphone Nutzer, wenn sie bei der Netzanzeige im Display nur "E" sehen, das Zeichen für 2G. Wird hingegen zB. 3G, 4G oder LTE angezeigt, befindet man sich im Breitbandnetz. Die meisten der heute betriebenen Mobilfunk-Standorte können künftig auch für 5G genutzt werden, jedoch erhöht sich dadurch nicht die Abdeckung des Breitbandnetzes.

Für die neuen Anwendungen soll ein Teil dieser Lücken über zusätzliche Standorte geschlossen werden. In manchen Gebieten werden bestehende Breitbandnetze auch über zusätzliche Standorte verdichtet, wenn die aktuelle Datenkapazität angesichts des starken Wachstums des Datenhungers nicht mehr ausreicht.

Haupttreiber für die neuen Standorte ist somit nicht der neue Standard 5G, sondern der Umstand, dass die mobile Breitbandversorgung zukünftig lückenloser angeboten werden soll als bisher.


Welche Grenz- und Vorsorgewerte gibt es?

Siehe Menüpunkt Vorsorge.

 

Wie kann ich mich vor Mobilfunk-Strahlung aus der Nachbarschaft schützen?

Durch physikalisch wirksame Abschirmmaßnahmen. Z.B. als kostengünstiger Mitnahmeeffekt bei der Wärmedämmung des Hauses. Aber Vorsicht: Die Abschirmung wirkt wie ein Spiegel, ungünstig angebracht oder bei der Nutzung eines Schnurlostelefons oder WLAN kann die Belastung noch verstärkt werden.

Auf jeden Fall sollte vorher eine Messung, mit Spektrumanalysator und Richtantenne erfolgen, um die Strahlungsintensitäten und Einfallsrichtungen zu kennen.

Beachten Sie, dass Sie trotz sorgfältiger Abschirmung kein „Funkloch“ bekommen. Das Handy zeigt schon bei relativ niedrigen Feldstärken „volles Netz“ an; bereits ab Feldstärken, die für eine störungsfreie Kommunikation ausreichen.

Den Erfolg von Abschirmmaßnahmen sollten Sie über eine Messung (am besten aus unabhängiger Hand) kontrollieren.

Informationen zur Wirkung von Abschirm-Materialien finden Sie in der Broschüre „Schirmung elektromagnetischer Wellen im persönlichen Umfeld“ des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz, die Sie als PDF-Datei herunterladen können.

 

Zu den FAQ Funk in der Wohnung